Armutszeugnis Frauenquote


Viel wird derzeit darüber gesprochen und die SPD feiert es als Erfolg aus den Koalitionsverhandlungen: Die Frauenquote. Sollte es zu einer großen Koalition kommen, wird sie Gesetz. Was sich dadurch ändert und was ich davon halte, erfahrt ihr jetzt!

In Norwegen gibt es sie seit 2003 und auch andere europäische Länder haben es nachgemacht, wie zum Beispiel Frankreich und Spanien. Doch was bedeutet sie, die Frauenquote?

Ab 2016 sollen in den Aufsichtsräten der DAX-Konzerne mindestens 30 Prozent durch weibliche Arbeitskräfte besetzt werden. Guckt man sich die bisherige Bilanz dieser Unternehmen an, so fällt das Urteil, zumindest für Befürworter der Quote ernüchternd aus: 30 Unternehmen, 250 Aufsichtsratsmitarbeiter, davon sind 205 Männer und nur 45 Frauen, was einen durchschnittlichen Prozentsatz von 18 Prozent ergibt.

Doch da liegt schon eine Illusion. Wir reden bei der Frauenquote nur über die Aufsichtsräte der Konzerne an der deutschen Börse. Wir reden über derzeit 250 Arbeitsplätze und wir reden darüber, dass es ab 2016 eben 30 weibliche Arbeitskräfte mehr und 30 männliche weniger geben wird. Aber ändern dadurch die Machtverhältnisse in einem solchen Unternehmen? Das wage ich zu bezweifeln. Die Quote wird eingehalten werden, aber nicht mehr und nicht weniger. An der Rolle einer Frau in solchen Unternehmen wird sich deswegen nichts ändern.

Aber mal ganz im allgemeinen, was ist das eigentlich für ein Signal für Frauen? Sie sind nicht gut genug, dass sie sich über ihre Qualität in einem Unternehmen durchsetzen können? muss Vater Staat deswegen nachhelfen? Es wäre doch ein Armutszeugnis wenn man nur eingestellt wird, weil es das Gesetz so will und nicht, weil man inhaltlich und fachlich den Arbeitgeber überzeugt hat. Auf solch einer Basis möchte doch keiner arbeiten!

Oder geht es nur um Gleichberechtigung beider Geschlechter?  So verlange ich, dass man auch eine Mannerquote einrichtet! Wie man es dreht und wendet, ich halte die Frauenquote auf jeden Fall nicht für zielführend, ganz im Gegenteil, es verschlechtert die Situation weiter, denn in Zukunft geht es nicht mehr um Qualität, sondern nur noch um Quantität und Prozentsätze, alle werden sie einhalten, aber keiner wird sie deutlich übersteigen. 😉

Sollte die Frauenquote und der Mindestlohn tatsächlich die einzigen „Erfolge“ der SPD in den Verhandlungen mit der CDU sein, so werde ich, als SPD-Mitglied das „Nein“ ankreuzen!

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