Galileo – Zwischen „Shitstorm“ und ernst zu nehmender Kritik!


Galileo, das tägliche „Wissensmagazin“ auf Prosieben, hat turbulente Tage hinter sich. Das schon seit längerem quotentechnisch schwächelnde Magazin musste sich die letzten knapp zwei Tage lang einen Shitstorm seiner Facebookfans gefallen lassen. Der Auslöser war ein Schüler der sich heftig im Ton vergriff, jedoch auch was wahres gesagt haben muss, wenn man den Likes Glauben schenken möchte..

Die Reaktion der Galileo-Facebookseite..

Den Shitstorm-Auslöser möchte ich hier wegen mangelnder Seriosität nicht zitieren, jedoch die Kritik möchte ich wiedergeben. Der, wie im Bild genannte, Max M. kritisierte, dass man bei Galileo unabsichtlich den Pazifik mit dem Atlantik vertauscht hat. Nachdem er das los wurde, beschimpfte er die Redaktion aufs schärfste und mit üblen Worten! Doch anscheinend muss der Beitrag auch bei anderen einen Nerv getroffen haben, schließlich erreichte der Beitrag von MM in nur wenigen Stunden mehrere tausend Likes. Das Magazin W&V berichtet sogar von mehr als 100.000 Likes. Das spricht dafür, dass einige Zuschauer mit dem Format, welches sich selbst als „Wissensmagazin“ bezeichnet, eher unzufrieden sind. Nachdem es so viel Aufregung um den Beitrag gab, löschte Max M. nur den Beitrag, aber nicht sein ganzes Profil, wie zunächst verbreitet wurde, doch auch ohne seine weitere Anwesenheit wäre weiter für Aufregung gesorgt. Auf der Facebookseite sind nun nämlich unzählige Kritiken, teils sachlicher Form, aber leider auch unsachlicher, zu sehen. Da ich mich der eher niveaulosen Kritik nicht anschließen möchte, mache ich dies nicht direkt auf der Facebookseite, sondern lieber in einem neuen Artikel!

Ich habe mir lange Zeit mehr oder weniger regelmäßig das Magazin angeschaut, doch irgendwann bleibt dem Zuschauer nur wenig im Kopf hängen, denn wirklich viel Wissen hat man nicht in diesem Magazin, es sei denn Essen, Wasserrutschen und Weltrekorde gehören dazu^^ Das ist der erste Kritikpunkt, den sich die Redaktion gefallen lassen muss, denn wenn man sich als Wissensmagazin bezeichnet, sollte man sich auch mit echtem Wissen beschäftigen.

Doch der für schlimmste Punkt für mich ist das ständige Wiederholen von Beiträgen. Ich glaube den Weltrekordversuch vom Wasserrutschen hat man allein 5 mal gezeigt, wenn nicht sogar öfter und das geht nicht!!! Wenn jetzt jemand sagt, dass es ne tägliche Sendung ist und dann jeden Tag nur neue Beiträge zu senden, ist unmöglich, dann muss ich sagen: Ihr habt Recht. Aber dann mach ich doch keine tägliche Wissenssendung, wenn ich sie nicht täglich mit neuen Beiträgen füttern kann und vor allem erweitere ich diese Sendung dann doch nicht noch auf den Samstag und den Sonntag, dass grenzt an Übermütigkeit und ist von den Quoten derzeit nicht gerechtfertigt, die liegen nämlich zeitweise sogar unter dem Senderschnitt!

Den letzten Kritikpunkt muss man bei der Qualität ansetzen. Manche Beiträge grenzen einfach an Sinnlosigkeit und für ein Wissensmagazin erwarte ich einfach mehr als nur Unterhaltung, denn mehr ist es leider nicht oder wie erklärt man sonst, dass Jumbo versucht die größte Frühlingsrolle zu machen, dass hat meiner Meinung nach nichts mit Wissen oder Wissenschaft zu tun, sondern nur mit Unterhaltung.

Zu Gute halten muss man der Sendung jedoch, dass wenn mal was neues gebracht wird, was wirklich mit Physik oder einer anderen Wissenschaft zu tun hat, wirklich interessantes erfahren kann. Um ein Beispiel zu nennen: Das Experiment mit dem fallenden Auto wurde groß beworben und der Beitrag war der Beste den ich je gesehen habe, deswegen war ich frohen Mutes, dass sich etwas getan hat in der Redaktion.

Auch die Weltreisen haben einen sehr interessanten Ansatz. Der Beitrag über die Honigjäger war sehr schön, geht man nun noch auf die Anpassung der Menschen im Bezug auf die Bienen ein, so hat man doch die Wissen im Programm, es verlangt ja keiner, dass man das Rad neu erfindet, aber wenn der Zuschauer „Wissensmagazin“ liest, der möchte auch Wissen vermittelt bekommen.

Alles in allem ist es trotzdem eine Sendung die man sich angucken kann, wenn man Unterhaltung sucht und dazu manchmal leichtes Wissens ertragen kann. Vor allem die 100 Sekunden am Anfang manch einer Sendung können sehr interessant sein und haben stets einen aktuellen Themenbezug, was man nur loben kann!

PS: Bevor mich nun auch ein Shitstorm hereinbricht, möchte ich betonen, dass es einzig und allein meine Meinung ist, die muss niemand mit mir teilen, dass verlange ich nicht.. 😉

Update: Nach Informationen der „tagesWEBschau“ könnte die Kritik von Max M. und der darauf folgende Shitstorm nur vorgetäuscht bzw. geplant gewesen sein. Die Redaktion habe herausgefunden, dass die Kommentare, die zum Shitstorm führten, gezielt von den Mitarbeitern der Werbeagentur „WeShitTheStorm“ geschrieben wurden.Nun sind theoretisch zwei Interpretationen möglich, wer diesen Shitstorm in Auftrag gegeben haben könnte: Entweder Prosieben selbst hat sich ins Gespräch bringen wollen, was somit zwar gelungen wäre, aber sicherlich anders als dies gedacht war, oder die Konkurrenz hat für diesen Shitstorm gesorgt. Es bleibt also spannend, was die Redaktion von Galilei in der nächsten Zeit ändert oder eben nicht.. 😉

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10 Gedanken zu “Galileo – Zwischen „Shitstorm“ und ernst zu nehmender Kritik!

  1. Ihr Idioten!!!!!
    Der Beitrag, der Shitstorm oder wie man diesen Text auch immer nennen mag ist echt. Soll heißen von Max Manet selbst verfasst und veröffentlicht. Dieser besagte Max Manet gehört zu meinem Freundeskreis und wir haben zusammen mit Max seinen Post verfolgt und waren selbst überrascht, was er da ausgelöst hatte. Aber das jetzt sogar Seiten wie die Tagesschau drüber berichten und Leute sagen, der Text wäre von einer Firma extra geschrieben ist mal wirklich nur wahnsinnig und dumm.
    Gute Nacht

  2. Seit wann ist das Anprangern von Personen seriös?!
    Galileo sollte sich schämen!

  3. meinen post haste verbannt. sowas nennt man zensur. na ja, immerhin hast du aus“ wissenschaft“, „wissen“ gemacht. ist doch schon mal ein anfang. 😉

    • Vollkommen korrekt, aber es ist keine Zensur, sondern mein gutes Recht üble Nachreden nicht zu veröffentlichen oder nachträglich zu sperren.. 😉
      Wie gesagt, gegen konstruktive Kritik, die meinen Artikel verbessert habe ich nichts, aber ich habe etwas gegen unqualifizierte Aussagen, wie zum Beispiel: „Du bist dumm…“ 😉

  4. Ich habe mich nicht über das Verwechseln von Pazifik und Atlantik aufgeregt, wobei man sagen muss, dass dieser Fehler dümmer ist, als Wissensschafts- statt Wissensmagazin zu schreiben..du darfst hier gerne deine Meinung über meinen Artikel äußern, aber Vorwürfe eines Plagiats könnte man gar als üble Nachrede werten und die ist Strafbar.. 😉
    Außerdem ist das hier sachliche Kritik, auch mit positiven Dingen und natürlich kommt diese Kritik jetzt, wo das Magazin im Gespräch ist, denn auf dem e-Mail Weg oder ähnliches wird die Kritik nicht wargenommen oder kommentiert, jetzt aber wird sie das, hoffe ich zumindest, wenn du mit der Vorgehensweise ein Problem hast, beachte sie nicht!

  5. Es waren wesentlich mehr als 100.000 likes und tausende Kommentare 🙂 Nur zur Ergänzung 😉

    Gruß

    F

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