Immobilienmaklerin Merkel sucht nach neuem Mieter


Es ist heute das Topthema in den Medien. Germanien hat kein Staatsoberhaupt mehr – vorerst. Da Frau Merkel extra deswegen ihren Trip nach Italien, natürlich rein beruflich, abbrechen musste, ist sie sicherlich noch immer ein bisschen durcheinander und nun muss Sie auch noch einen neuen Mieter für das Schloss „Bellevue“ finden. Da will ich ihr doch helfen und stelle für Sie, nur für Sie, eine Anzeige.

Ein Schlag auf den Hinterkopf, würde mehr bringen... ©DPA

Es hat ja lange gedauert… und bevor ich hier eine Anzeige „schalte“, möchte ich natürlich auch noch meinen Senf/Majo/Ketchup, was immer ihr wollt, dazugeben. Mir ist es in dieser ganzen Sache nie um die eventuelle Vorteilnahme gegangen, sondern vielmehr darum, dass er der „Bild“, die nun nicht die seriöseste Zeitung ist, einen regelrechten Maulkorb verpassen wollte und so von seiner Macht ein wenig besessen war und dachte, er könne schalten und walten, wie er es vermag, dass Grundgesetz zähle für ihn ja eh nicht, so nach dem Motto. Das er damit seine eigenen Ziele für die breite Welt mit Füßen getreten hat, scheinte ihn nicht zu stören.

Doch darum ging es ja in letzter Zeit schon lange nicht mehr in dieser „Affäre“. Vielmehr war es ein Spießrutenlauf der Presse und den kann auch ein Bundespräsident nicht überstehen. Sicherlich wäre dieser Marathon noch einige Zeit weiter gegangen, wenn nicht die Staatsanwaltschaft Hannover den „Lucky Punch“ gesetzt hätte und die Aufhebung der Immunität beantrag hätte. dieser einmalige Vorgang in der Bundesrepublik Deutschland zeigt ja eigentlich schon, dass etwas im Argen liegt und nun war der Rücktritt eigentlich reine Formsache und es wurden eigentlich nur die Stunden gezählt, bis er doch endlich zurücktritt. Um 11 Uhr war es dann soweit und er verabschiedete sich mit eher leisen Sohlen, wie man es nicht anders gewohnt war, von den sonstigen Auftritten Wulffs. Doch zwei Passagen seines Rücktrtittes brachten mich wieder ins Schütteln meines Kopfes:

1. Die Berichterstattung habe ihn und seine Frau „verletzt“

Meiner Meinung verständlich. Doch, wer im öffentlichen Leben sein will und denkt er würde es schaffen, dass nur gute Artikel über ihn geschrieben werden, der ist nicht nur naiv, sondern auch komplett fehl am Platze. Betrachtet man nun auch noch im Nachhinein die eigentlich innig geführte Beziehung zur Bild und dessen geführte Berichterstattung über ihn und seine Frau, dann kommt das Pressegesicht mehr und mehr einer Inszenierung gleich. Mit den Worten

„Wie haben sie nur herausgefunden, dass wir hier jeden Sonntag spazieren gehen?!“

in einem solch ironischen Tonfall zu antworten, während man von Fotografen fotografiert wird, der erscheint nicht nur naiv, sondern auch leicht berechnend und besessen nach Aufmerksamkeit, meiner Meinung nach.

2. Er seie sich sicher, dass die Ermittlungen ergeben würden, dass er nichts Unrechtes getan habe

Warum tritt er dann zurück? Er ist sich zu hundert Prozent sicher, dass er unschuldig ist, doch tritt zurück, dass ist aus meiner Sicht total unlogisch. Die Staatsanwaltschaft Hannover hat die Aufhebung der Immunität beantragt, unter der Voraussetzung, dass man sowohl nach be-, aber auch nach entlastenden Dingen suchen werde! Ist Wulff der Meinung, er habe nichts getan, dann kann er doch den Bundestag bitten, die Immunität aufzulösen, die Staatsanwaltschaft ermitteln lassen und seine Unschuld beweisen, aber so geht er all dem aus dem Weg und nimmt seinen Hut, was meiner Meinung nach einem Geständnis gleich kommt und nun bin ich auf die Ermittlungen in Hannover gespant.

Damit möchte ich das Thema Wulff, bis zu einem möglichen Prozess, aus meinem Blog verbannen!

Nun beginnt aber eine ganz andere Diskussion: Wer wird Nachfolger? Immobilienmaklerin Merkel hat ja heute vorgeschlagen mit der Opposition gemeinsam einen Mieter vorzuschlagen. Diesen Vorschlag begrüße ich sehr! Denn sie scheint gemerkt zu haben, dass es nicht lange währt, wenn sie einen jungen Burschen aus ihrem Lager vorschickt und ihn im dritten Wahlgang durchhieft. Zudem sollte meiner Meinung nach auch über einen überparteilichen Bundespräsidenten nachgedacht werden, denn nur so kann eine Objektivität gewährt werden. Welche Meinung ich allerdings keineswegs teile, ist eine Frau an die Spitze zu setzen. Ohne dort mit Vorurteilen arbeiten zu wollen, aber eine „Frau“ an der Spitze reicht mir ehrlich gesagt. Doch zu guter letzt bleibt da noch ein Wunsch, der mir auf der Zunge brennt: Wieso ändert man dieses elende Wahlprozedur nicht ein Mal und traut sich ein bisschen mehr Demokratie zu wagen? Ich mein es ist ja schön und gut, dass sich die Bundesversammlung nun schon zum dritten Mal innerhalb von zwei Jahre trifft, doch meiner Meinung nach ist es Zeit dem Bürger mal ein wenig Verantwortung zu geben, da es das Gremium ja allem Anschein nach nicht schafft, einen richtigen Präsidenten zu wählen. Über Namen und Kandidaten möchte ich mich hier nicht äußern, nur einen will ich kommentieren: Joachim Gauck. Er wäre ja nicht schlecht, doch ist „nicht schlecht“ gut genug?

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