Herr Wulff, Sie haben ihren Kredit verspielt..


Christian Wullf, das Staatsoberhaupt Deutschlands, der erste Politiker im Staat mit der meisten „Macht“, sorgt seit einiger Zeit für großen Wirbel! Nach den jüngsten Ereignissen scheint nun auch die letzten Befürworter verloren zu haben. Sogar Kanzlerin Merkel äußerte sich bisher nicht und gab ihm keine Rückendeckung, die SPD dagegen fordert dagegen die Räumung des Schlosses Belle Vue.

Reden hat er zuletzt nur selten... ©ddp

Sehr geehrter Herr Wulff,

dieser Artikel heut richtet sich direkt an Sie. Ich dachte mir, dass wäre mal was anderes. Wo soll ich Ihrer Meinung nach Anfangen? Ich versuche es wie folgt:

Sie waren ein Mal Ministerpräsident in Niedersachsen, um genau zu sein, 2003. Dann am 28. Oktober 2008 erhalten sie einen Kredit über 500.000 Euro von der Unternehmergattin Edith Gerkens. Natürlich zu guten Konditionen, versteht sich. Schon da beginnt die Pose: So einen Kredit würde doch ein Mensch von der Straße niemals kriegen!
Doch Sie brauchen das Geld, um sich ein Hauskauf leisten zu können. Nebenher sei angemerkt, dass dieses Haus niemals den Anschein macht eine halbe Million wert zu sein! Aber ich glaube fast, dass ist Geschmackssache. Soweit so gut, oder eben nicht. Diesen Kredit haben Sie im Niedersächsischen Landesparlament (als Ministerpräsident) nicht offen gelegt, obwohl sie anscheinend schon wussten, dass Sie das hätten machen müssen. So haben Sie (wahrscheinlich) gegen geltendes (Minister-)Recht verstoßen.
Als Sie dann im Februar 2010 im niedersächsischen Landtag gefragt worden sind, ob geschäftliche Beziehungen zwischen ihnen und Herr Gerkens vorlagen, haben Sie inhaltlich mit nein geantwortet. Als die ganze Sache dann in der Presse erscheint, streiten sie diesen Kontakt weiterhin ab. Allerdings bestätigt ihr Anwalt einen solchen Kontakt, schon merkwürdig, finden Sie nicht?

2010, da wurden Sie Bundespräsident. Staatsoberhaupt, oder soll ich Merkel’s persönlicher Schoßhund sagen? Das waren Sie auch als sie am 12. Dezember 2011, als sie versuchten die Bild-Zeitung daran zu hindern den ersten Artikel über diesen Kredit-Skandal zu veröffentlichen. Doch die Art und Weise hat anscheinend nicht funktioniert, obwohl sie für diese Zeitung eigentlich ein gern gesehener Gast waren. Die „Bild“ hat den Artikel am Tag darauf veröffentlicht, ohne zu erwähnen, dass sie das nicht wollen. Sie haben sich entschuldigt, also mehr oder weniger, doch meinen Sie wirklich, dass es sich damit erledigt hat.

Ob der Kredit nun gerechtfertigt, benötigt oder rechtens ist, ist mir im Grunde genommen ****** egal, doch dass sie als Bundespräsident versuchen, die Pressefreiheit einzuschränken, um in eingener Sache einen negativen Artikel verschwinden zu lassen, ist beschämend! Sie als Bundespräsident haben die Aufgabe, die Verfassung zu wahren! Das was Sie versucht haben, ist aber leider das Gegenteil, falls ihnen auffällt und somit vollkommen kontraproduktiv! Schon allein das bewegt mich dazu zu sagen, dass Sie kein würdiger Bundespräsident sind und waren! Denken Sie ein mal darüber nach, wo Privatsphäre aufhört und ab wann man im öffentlichen Leben aufpassen muss, was man tut.

Mit freundlichen Grüßen

Felix Matthies

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s