„Was wurde eigentlich aus“ (Wwea): Stuttgart 21


In einer neuen kleineren Rubrik möchte ich mal ein Paar aus den Fokus gerutschten Themen die Möglichkeit geben zu zeigen, was denn in ihrer „Abwesenheit“ passiert ist. Heute möchte ich mich Stuttgart 21 widmen. Das Thema war lange Zeit sehr präsent, rutschte dann leicht in der Aktualität anderer Themen ab, gewann jedoch nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg, wo die zurzeit die Grünen und die SPD regieren, wieder an Brisanz, die nun wieder abebbte. Das könnte sich jedoch bald wieder ändern.

Deutschte Bahn und Stuttgart 21... Was wird draus? © Marius Becker/dpa

Längst aus dem Fokus geraten lese ich heute in der Zeitung, dass der Südflügel des Stuttgarters Bahnhof bis zur Volksabstimmung (27. November) stehen bleibt. Was dann passiert, hängt also vom Ergebnis dieser Volksabstimmung ab. Doch bringt diese Volksabstimmung nun noch was? Meiner Meinung kommt diese nämlich viel zu spät, denn zum einen war dieses Projekt seit 17 Jahren (18. April 1994 vorgestellt) geplant, warum hat sich also damals noch keiner beschwert, sodass es zu einer Volksabstimmung gekommen wäre und zum anderen, hat man nun schon eine Menge des Bahnhofes abgerissen, das hat schon eine menge Geld gekostet, dieses Vorhaben nun zu stoppen und dafür den Bahnhof wieder aufzubauen würde zum einen wieder eine lange Planungsarbeit auslösen und genauso Geld kosten, wie die Fortführung des neuen Bahnhofs. Zudem würde ein Projektabbruch 1,5 Milliarden Euro kosten + den Neubau eines überirrdischen Bahnhofs. Ich glaub das würde die 4,088 Milliarden Euro (Stand: Dezember 2009), die für Stuttgart 21 geplant sind, eindeutig übersteigen, auch wenn ich nicht glaube das die oben genannte Zahl die letzte Anhebung sein wird, doch trotzdem ist das Bauvorhaben meiner Meinung nach an einem Punkt angekommen, wo es eigentlich keinen Sinn mehr macht abzubrechen.

Ich war recht neutral eingestellt gegenüber Stuttgart 21. Ich mein, ja es ist ne Stange Geld die dort drauf geht und nun nicht wirklich nötig wäre, doch wenn man bedenkt, dass es eine langfristige Investition in die Stadt ist, geht das schon in Ordnung. Doch leider hat man es in Stuttgart verpasst bei der Planung direkt das Volk einzubinden, einfach zu fragen: „Leute: Wollt ihr das?!“ (natürlich in besserer Form) Leider ist das nicht passiert, denn ich glaube das hätten vielen viel Stress erspart, aber nun ist’s zu spät. Auch die Konstellation der Regierungsmeinung ist denkbar schlecht: SPD ist für den Bau von Stuttgart 21, hat aber die Volksabstimmung angestrebt. Die Grünen hingegen, die die einfache Mehrheit inne haben und mit Dietmar Kretschmer regieren, sind gegen Stuttgart 21, aber auch für die Volksabstimmung, die nun ja am 27. November über die Bühne gehen soll. Ich glaube bald geht die Reise los, die Reise der Menschen, die glauben etwas dazu sagen zu müssen, wie zum Beispiel: „Stuttgart 21 ist wichtig für die Entwicklung Deutschlands“ oder „Stuttgart 21 ist Wirtschaftlich und Ökonomisch nicht zu stemmen“ Wie ein richtiger Wahlkampf halt, ich zucke jetzt schon vor diesen Aussagen zusammen, weil das wieder eine riesen Panikmache wird, die die Bürger nur weiter verunsichert. Die CDU hat diesen Schritt schon angekündigt. Sie werden auf „Promo-Tour“ für Stuttgart 21 gehen, in meinen Augen Wählermanipulation, aber ok, so ist die Gesellschaft.

PS: Allen Stuttgartern empfehle ich einfach den Fernseher abzuschalten, wenn das Wort „Stuttgart 21“ fällt und am 27. November einfach aus dem Bauch zu entscheiden, was man selbst für richtig hält, aber geht hin, seit froh dass euch diese Demokratie, wenn auch zu spät, gegeben wird!

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2 Gedanken zu “„Was wurde eigentlich aus“ (Wwea): Stuttgart 21

  1. Gute Idee, mit diesem Wwea. Dranbleiben!

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