Bildung? Na das ist Ländersache…


Was dabei rauskommt, sieht man. Ich bin bekanntlich Brandenburger. Dieses Bundesland ist auf Platz 13 im neuen Bildungsmonitor, doch das nicht das erste mal. Auch das das System im Vergleich zu anderen Systemen schlecht ist, kann man nicht abweisen. Aber doch mal allgemein gesehen: Warum muss Bildung überall anders sein?!

Dies ist nun der zweite Versuch einen Artikel über das Brandenburgische Schulsystem zu schreiben, schon allein das zeigt, meiner Meinung nach, wie kompliziert das ganze ist.

Das Bild zeigt meiner Meinung auch sehr gut, wie viele Schularten es doch gibt, die doch eigentlich vollkommen unnötig sind. Also zum einen möchte ich hier meinen Unmut über das aktuelle System äußern und zu anderen möchte ich eine Vorschlag machen, wie ich mir das „perfekte“ Schulsystem aussieht. Welches aber in der Realität nicht gibt.

In Brandenburg wird es in diesem Schuljahr bzw. am Ende eine Neuerung geben. Das Zwölfjährige Abitur wird eingeführt. Doch das wurde meiner Meinung nach, total falsch angepasst. Vorher musste man 13 Jahre die Schulbank drücken, bevor man das Abitur in Empfang nehmen dürfte. Da galt die 11. Jahrgangsstufe sozusagen als Wiederholungsklasse bzw. Einführung in die zweite Sekundarstufe (also das Abitur), hatte jedoch auch wichtige neue Methoden und Themen. Dieses Schuljahr wurde nun aufgeteilt auf die 10. und die „12.“ Klasse, sodass man in diesen zwei Schuljahren den Stoff von insgesamt drei Schuljahren durchnehmen muss. Genau dieser Punkt ist für mich der entscheidete! Schon so sind Lehrer meist über die mangelnde Zeit verärgert und nun noch mehr Stoff? Das kann nichts werden. Dazu kommt noch ein mangelnder Fleiß von Schülern, wobei man allgemein nie von Fleiß bei Schülern ausgehen darf. Meiner Meinung nach hätte man das ab der Sekundarstufe I (also ab der 7. Klasse) aufteilen sollen, sodass sich der Unterschied von Klasse 9 zu 10 nicht so groß darstellt. Doch diese Möglichkeit hat man in Brandenburg wohl nicht auf dem Schirm gehabt. Zudem hat man dann auch noch die nicht Gymnasiasten vergessen: Wenn jemand der zum Beispiel nach dem Abschluss der 10. Klasse auf einer Oberschule, doch sein Abi machen möchte, wird wahrscheinlich ein Gymnasium dafür wählen, doch um dort das Abi zu machen, muss er die 10. wiederholen, weil ihm sonst wichtige Dinge fehlen würden. Dieser Aufwand wäre total unnötig, wenn man den Rahmenplan für alle ändert…
Ich bin dann der zweite Jahrgang, der mit 12 Jahren das Abitur macht. Bei mir folgen keine Änderungen, doch der Jahrgang unter mir hat schon wieder Änderungen. Bisher habe ich 2 Leistungskurse à 5 Wochenstunden und 8 Grundkurse à 3 Stunden, dies soll nun geändert werden. Leistungskurse mit 4 Wochenstunden und Grundkurse mit 2 Wochenstunden. Heißt 10 Wochenstunden unterschied, die Platz für mehr Fächer machen. Das kann man sehen wie man will, war jedoch vom Land eh nur das zweite Versuch einer Änderung. Brandenburg wollte nämlich eigentlich die Form Grundkurs/Leistungskurs abschaffen, doch diese Form von Abitur hätten die Kultusminister der Länder abgelehnt… Schade eigentlich.

Doch schon das allgemeine System ist meiner Meinung nach kritisch zu betrachten. Jeder Werdegang eines Schülers beginnt in der Grundschule (ich lasse die Sonderschule mal außen vor). Doch schon dann kommen die Unterschiede: 4 oder 6 Jahre. Das ist von Schule zu Schule unterschiedlich, doch dort fangen die Probleme doch schon an! Wenn es Schüler gibt, die nach der 4 schon auf eine andere Schule müssen, muss es eine Schule geben die ab der 5. Klasse anfängt. Reicht es jedoch nicht für das Gymnasium, wo man als Leistungsprofilschüler schon ab der 5. hingehen kann, so muss man sich eine andere Schule suchen, doch mir sind nicht so viele Schulen bekannt. Macht man 6 Jahre, so hat man dann die Qual der Wahl, weil es einfach eine Fülle an verschiedenen Schularten gibt: Gymnasium, Gesamtschule, Oberschule, Realschule… In Spremberg, meinem Heimatort, stellt sich die Frage nicht, weil wir nur Gymnasium und Oberschule zur Auswahl haben. Doch ich finde diese Auswahl unnötig! Nach der Sekundarstufe I (7. -10. Klasse) hat man wieder die Wahl: Höre ich auf und mache Ausbildung oder Lehre oder mache ich mein Abitur und studiere danach. Wie oben beschrieben, fällt diese Entscheidung für nicht Gymnasiasten schwer. Für Gymnasiasten wäre es (meiner Meinung nach) schwachsinnig nach der 10. abzugehen. Am Ende des Schulwerdegangs steht das Abitur. Doch das war der grobe Plan, der in allen Bundesländern anders geregelt und reglementiert ist und genau das ist mein Problem! Wir brauchen das Zentralabitur in Deutschland, damit endlich Klarheit herrscht! Doch kommt unsere Regierung irgendwann drauf?

Ich habe jetzt für diesen Teil des Artikels eine Stunde gebraucht, jetzt noch mein Vorstellungssystem zu erstellen verschiebe ich auf morgen 😉

PS: Der Hassknecht drückt das ein bisschen drastischer aus, danke für den Tipp 😉

Bild: Quelle

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