Eurovision Song Contest (Düsseldorf 2011)


Das Jahr 2011 ist angebrochen und Musikalisch gesehen ist der Eurovision Song Contest natürlich das größte in Deutschland stattfindende Event diesen Jahres. Doch was wird uns erwarten und werden wir erneut, nach der Fußball WM 2006 und der Eishockey WM 2010, beweisen, dass wir gute Gastgeber sind?

Das Logo vom Eurovision Song Contest 2011

Zu aller erst: Wer für uns antritt, dass ist schon seit dem letzten Song Contest klar. Lovely Lena, Sir Lena oder einfach nur: Lena Meyer-Landrut wird erneut für Deutschland antreten und versuchen den Titel zu verteidigen. Ich glaube, was besseres hätten wir dieses Jahr auch nicht machen können, denn noch einen Casting Marathon, um einen neuen Star zu finden bleibt uns erspart und ARD/NDR kann sich voll uns ganz auf Düsseldorf konzentrieren. Doch es wird einen Vorentscheid geben: „Unser Song für Deutschland“ heißt das neue Format. Es beinhaltet drei Sendungen, welche sich Pro7 und ARD wieder gemeinschaftlich teilen: Die erste und zweite, 31. Januar und 7. Februar jeweils 20.15 Uhr, überträgt Pro7. In diesen beiden „Halbfinals“ wird Lena jeweils sechs Titel vortragen, welches schon ein sehr gewaltiges Pensum ist, doch ich denke zu schaffen. Aus jedem Halbfinale werden drei ins Finale gewählt. Dieses überträgt dann wieder die ARD am 18. Februar ebenso um 20.15 Uhr. Dann steht fest, mit welchem Song Lena für uns antritt. Wie es dann in Europa an kommt, dass Lena erneut antritt bleibt ab zu warten, doch mit einem guten Song ist wieder ein mal eine gute Platzierung möglich.

Zum Austragungsort: Düsseldorf. Ich glaube, dass die Stadt in Europa nicht die bekannteste ist, doch sie hatten nun ein Mal die beste Bewerbung. Berlin wäre mir als Stadt lieber gewesen, aber wie naiv ist es denn zu denken knapp 9.000 Zuschauer würden reichen und wir können das auf dem Flughafen Tempelhof machen. Von daher stehen wir mit der Düsseldorfer Esprit-Arena schon besser. Fortuna Düsseldorf zieht für die Zeit in ein mobiles extra gebautes Stadion um. In der Esprit-Arena finden, nach aktuellen Schätzungen, rund 35.000 Zuschauer platz. Die Karten für das Finale sind schon jetzt restlos ausverkauft und auch für das Jury-Finale sind nur noch wenige Restkarten vorhanden, damit hat Düsseldorf schon jetzt mehr Karten für die beiden Veranstaltungen verkauft als Oslo (rund 57.000 Zuschauer) mit allen vier (2 Halbfinals, Jury-Finale, Finale). Also darf man durchaus einen tobenden „Mop“ erwarten.

So und nun zu dem eigentlich wesentlichen Teil. Was darf man erwarten, wie wird die Woche aufgebaut sein, wie viele Länder nehmen Teil und wer wird die Finals überhaupt Moderieren? Die letzte Frage ist geklärt: Anke Engelke, Judith Rakers und Stefan Raab werden Europa durch den Abend führen. Ob das so gut ist? Anke Engelke wird kaum Probleme haben so etwas zu machen, da mach ich mir die wenigsten Sorgen, doch Stefan Raab ist nicht gerade der sicherste in Sachen Englisch und ich glaube er wäre hinter der Bühne (bei Lena) besser aufgehoben, aber ansonsten natürlich ein guter Showman. Bei Judith Rakers mach ich mir die größten Sorgen. Alle die gerne die ARD Tagesschau gucken werden sie kennen, der Rest nicht! Ich weiß nicht, ob sie eine so große Abendsendung moderieren kann, ohne das es wie eine Nachrichtensendung wirkt. Also kann man zusammenfassend drei Fragen stellen:

Wie viele Witze von Stefan Raab und Anke Engelke werden auf englisch nicht zum lachen sein, wird es einen zweiten Raab geben der sich um Lena kümmert und wird Judith Rkers von ihrer Tagesschau los kommen?

Kommen wir zur gesamten Woche: Der 9. bis 14. Mai wird vollkommen in musikalischer Hand sein, das steht fest. Die ARD plant außerdem über die ganze Woche eine Abendsendung rund um den Eurovision Song Contest, wer das moderiert ist noch nicht bekannt. Zudem wird es eine Partymeile in bis zu 20 Städten Deutschlands geben. Am Montag und Mittwoch ist Zeit für Generalprobe und Feinabstimmung, am Dienstag und Donnerstag sind jeweils die Halbfinals, am Freitag das Jury-Finale und am Samstag der große Showdown. Insgesamt werden 43 Länder antreten, davon sind (eigentlich) immer fünf für das Finale gesetzt: England, Spanien, Frankreich, Deutschland (Die großen Vier) und der Gastgeber. Da Deutschland damit doppelt qualifiziert ist, bleibt der fünfte Platz vorerst leer, doch es wird überlegt, ob man nicht Rückkehrer Italien den Platz zuspricht. Somit bleiben noch 38 Länder übrig, die in den Halbfinals um die restlichen 20 Plätze kämpfen.

Ich glaub, spätestens wenn man hier alles zusammenfassend sieht, merkt man, was hinter so einem Event steckt und ich glaube wir dürfen uns auf ein großes Fest freuen, auch wenn es in Düsseldorf statt finden wird.

Bild: © European Broadcasting Union
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